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blog.category.aspects 30. März 2026 1 Min. Lesezeit

Absichtliche Übertreibung (Deliberate Hyperbole) — Wenn Logik sich verkleidet

Absichtliche Übertreibung ist der strategische Einsatz extremer Übertreibung, um emotionale Wirkung zu erzeugen und eine rhetorische Position voranzubringen — während Leugnbarkeit aufrechterhalten wird ('Ich meinte es nicht wörtlich'). Anders als unschuldige rhetorische Betonung ist die absichtliche Übertreibung kalkuliert: Der Sprecher weiß, dass die Behauptung falsch oder extrem ist, setzt sie aber für ihr emotionales Gewicht ein.

Auch bekannt als: Strategische Übertreibung, Rhetorische Übertreibung, Leugnbarer Extremismus

Wie es funktioniert

Die emotionale Wirkung trifft ein, bevor die Korrektur folgt. Das Publikum erinnert sich an die lebhafte extreme Behauptung mehr als an den Widerruf.

Ein klassisches Beispiel

'Diese Verordnung wird jedes kleine Unternehmen im Land vollständig vernichten und die Wirtschaft, wie wir sie kennen, beenden.' Bei Herausforderung: 'Offensichtlich ist das etwas übertrieben, aber Sie verstehen den Punkt.'

Wo man das in der Praxis findet

Wie man es erkennt und kontert

Sprecher an ihren wörtlichen Worten festhalten. Fragen: 'Sagen Sie das wörtlich oder als Übertreibung? Was ist Ihre tatsächliche, genaue Behauptung?'

Das Fazit

Absichtliche Übertreibung (Deliberate Hyperbole) gehört zu den Denkfehlern, die auf den ersten Blick völlig logisch klingen. Genau das macht sie gefährlich — sie tragen das Kostüm valider Argumentation, während sie eine fehlerhafte Schlussfolgerung einschmuggeln. Die beste Verteidigung? Langsamer werden und fragen: Folgt diese Schlussfolgerung tatsächlich aus diesen Prämissen?

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