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blog.category.aspects 30. März 2026 1 Min. Lesezeit

Geldillusion (Money Illusion) — Wenn Logik sich verkleidet

Die Tendenz, an Geld in nominalen Beträgen (Nennwert) statt in realen Begriffen (Kaufkraft) zu denken. Dies führt dazu, dass sich die Menschen reicher fühlen, wenn ihr Nominaleinkommen steigt, selbst wenn die Inflation stärker gestiegen ist, und dass sie den Kaufkraftverlust der Ersparnisse durch Inflation unterschätzen.

Auch bekannt als: Nominal Illusion, Inflation Neglect

Wie es funktioniert

Nominale Beträge sind konkret und leicht zu vergleichen, während reale Werte Berechnung und Abstraktion erfordern. Die psychologische Wirkung, eine größere Zahl zu sehen, verdrängt die rationale Anpassung an die Kaufkraft.

Ein klassisches Beispiel

Ein Arbeitnehmer, der bei einer Inflation von 4 % eine Gehaltserhöhung von 2 % erhält, hat das Gefühl, eine Gehaltserhöhung bekommen zu haben, obwohl er real eine Gehaltskürzung hinnehmen musste.

Wo man das in der Praxis findet

Lohnverhandlungen, Bewertung von Immobilienpreisen, Altersvorsorgeplanung und Diskussionen über Staatsschulden.

Wie man es erkennt und kontert

Rechne nominale Werte immer in reale (inflationsbereinigte) Werte um, wenn du finanzielle Vergleiche über Zeiträume hinweg anstellst.

Das Fazit

Geldillusion (Money Illusion) gehört zu den Denkfehlern, die auf den ersten Blick völlig logisch klingen. Genau das macht sie gefährlich — sie tragen das Kostüm valider Argumentation, während sie eine fehlerhafte Schlussfolgerung einschmuggeln. Die beste Verteidigung? Langsamer werden und fragen: Folgt diese Schlussfolgerung tatsächlich aus diesen Prämissen?

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