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blog.category.aspects 30. März 2026 1 Min. Lesezeit

Informationswäsche (Information Laundering) — Wenn Logik sich verkleidet

Der Prozess der Weitergabe von Informationen über eine Kette von Vermittlern, um deren ursprüngliche Quelle zu verschleiern und ihr die Glaubwürdigkeit des letzten Herausgebers oder Sprechers zu verleihen. Ähnlich der Geldwäsche 'wäscht' sie die Herkunft von Informationen, um sie vertrauenswürdiger erscheinen zu lassen.

Auch bekannt als: Source Laundering, Citogenesis

Wie es funktioniert

Die Glaubwürdigkeit der Quelle ist ein Hauptfaktor dafür, ob Menschen Informationen glauben. Durch die 'Wäsche' von Informationen über vertrauenswürdige Vermittler wird die ursprünglich fragwürdige Quelle verborgen.

Ein klassisches Beispiel

Eine Regierung lanciert eine Geschichte in einer ausländischen Zeitung, die dann von inländischen Medien als unabhängige ausländische Quelle zitiert wird.

Wo man das in der Praxis findet

Geheimdienstoperationen, Wikipedia-Medien-Zirkelverweise, das 'Waschen' von Unternehmensforschungen durch Think Tanks und Gerüchteketten in sozialen Medien.

Wie man es erkennt und kontert

Verfolge Behauptungen bis zu ihrer ursprünglichen Quelle zurück. Frage: Woher hat dieser Vermittler diese Information? Verfolge die Zitierkette bis zu ihrem Ursprung.

Das Fazit

Informationswäsche (Information Laundering) gehört zu den Denkfehlern, die auf den ersten Blick völlig logisch klingen. Genau das macht sie gefährlich — sie tragen das Kostüm valider Argumentation, während sie eine fehlerhafte Schlussfolgerung einschmuggeln. Die beste Verteidigung? Langsamer werden und fragen: Folgt diese Schlussfolgerung tatsächlich aus diesen Prämissen?

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