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blog.category.aspects 30. März 2026 1 Min. Lesezeit

Name-Calling — Wenn Logik sich verkleidet

Name-Calling ist eine der grundlegendsten Propagandatechniken und beinhaltet die Verwendung abfälliger oder emotional aufgeladener Etiketten, um eine negative Assoziation mit einer Person, Gruppe oder Idee herzustellen. Im Gegensatz zu inhaltlicher Kritik ersetzt das Name-Calling ein Argument durch ein Etikett und ermutigt das Publikum, das Ziel reflexartig anstatt durch rationale Bewertung abzulehnen. Das Etikett wird zu einer Abkürzung, die ein nuanciertes Verständnis durch ein Stereotyp ersetzt.

Auch bekannt als: Labeling, Epithet, Pejorative Framing, Etikettierung, Schmähung

Wie es funktioniert

Etiketten fungieren als kognitive Anker, die die gesamte spätere Wahrnehmung prägen. Sobald ein abfälliges Etikett haften bleibt, muss das Ziel Mühe aufwenden, um das Etikett zu überwinden, bevor seine tatsächlichen Argumente überhaupt gehört werden können, was eine asymmetrische Belastung erzeugt.

Ein klassisches Beispiel

Ein Talkshow-Moderator bezeichnet Klimawissenschaftler als 'Klima-Alarmisten' und 'fördergeldsammelnde Weltuntergangspropheten' und sagt dann: 'Warum sollten wir unsere gesamte Wirtschaft umstrukturieren, basierend auf dem, was ein Haufen angstschürender Akademiker aus ihren gemütlichen Universitätsbüros heraus sagt?'

Wo man das in der Praxis findet

Universell in politischer Rhetorik, Schulhof-Mobbing, Online-Trolling und parteiischen Medien. Politiker und Experten erfinden spöttische Spitznamen für Gegner, die sich in den sozialen Medien viral verbreiten.

Wie man es erkennt und kontert

Weigere dich, auf das Etikett einzugehen und lenke um: 'Können Sie sich mit ihren spezifischen Erkenntnissen befassen, anstatt die Forscher zu charakterisieren? Was ist falsch an den von ihnen präsentierten Daten?'

Das Fazit

Name-Calling gehört zu den Denkfehlern, die auf den ersten Blick völlig logisch klingen. Genau das macht sie gefährlich — sie tragen das Kostüm valider Argumentation, während sie eine fehlerhafte Schlussfolgerung einschmuggeln. Die beste Verteidigung? Langsamer werden und fragen: Folgt diese Schlussfolgerung tatsächlich aus diesen Prämissen?

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