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Agenda Setting (Themensetzung)

Auch bekannt als: Media Agenda Setting Priming Gatekeeping Issue Salience Manipulation Agendasetting
Manipulation & Propaganda ID: agenda_setting

Definition

Agenda Setting ist die Macht zu bestimmen, über welche Themen die Öffentlichkeit nachdenkt, auch ohne ihr vorzuschreiben, was sie über diese Themen denken soll. Indem Medien und politische Akteure bestimmten Themen unverhältnismäßig viel Raum geben und andere ignorieren, formen sie die Wahrnehmung der Öffentlichkeit darüber, was wichtig ist. Die Technik funktioniert nicht durch Argumente, sondern durch Aufmerksamkeitssteuerung – die Themen, die die Berichterstattung dominieren, werden als die bedeutendsten wahrgenommen, unabhängig von ihrer tatsächlichen relativen Wichtigkeit.

Beispiele

Ein Nachrichtensender widmet 80 % seiner abendlichen Berichterstattung einer Serie von Gewaltverbrechen in einer Großstadt während einer Wahlsaison, obwohl die Kriminalitätsraten auf einem 30-Jahres-Tief sind. Die Einwanderung, die viel mehr Menschen betrifft, erhält 2 % der Berichterstattung. Die Zuschauer kommen zu dem Schluss, dass Gewaltkriminalität das dringendste Problem ist, vor dem das Land steht.

Eine große Boulevardzeitung veröffentlicht wochenlang täglich Titelstories über Asylbewerber und Kriminalität, obwohl die Statistiken keine Zunahme von Straftaten zeigen. In Umfragen nennen Bürgerinnen und Bürger kurz darauf 'Migration' als das drängendste Problem des Landes – noch vor Themen wie Gesundheit oder Rente.

Ein Tech-Unternehmen dominiert Social-Media-Algorithmen so, dass Beiträge über einen bestimmten Konkurrenten systematisch weniger ausgespielt werden. Nutzer diskutieren intensiv über alle anderen Wettbewerber, während das konkurrierende Produkt schlicht aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet – nicht weil es schlecht ist, sondern weil es unsichtbar gemacht wurde.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Erhält ein bestimmtes Thema eine unverhältnismäßig hohe Berichterstattung im Verhältnis zu seiner tatsächlichen Bedeutung?

    Typ: binary
  2. 2

    Werden andere potenziell wichtige Themen systematisch ignoriert?

    Typ: binary
  3. 3

    Dient das Berichterstattungsmuster einer bestimmten politischen oder ideologischen Agenda?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.