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Koordiniertes unauthentisches Verhalten (Coordinated Inauthentic Behavior)

Auch bekannt als: CIB Influence Operations Information Operations Bot Networks Troll Farms
Manipulation & Propaganda ID: coordinated_inauthentic_behavior

Definition

Koordiniertes unauthentisches Verhalten (CIB) bezieht sich auf organisierte Kampagnen, bei denen Netzwerke von Accounts oder Entitäten zusammenarbeiten, um den öffentlichen Diskurs zu manipulieren, während sie ihre Koordination und wahren Identitäten verbergen. Im Gegensatz zu organischer Übereinstimmung beinhaltet CIB eine bewusste Planung – synchronisiertes Posting, gemeinsame Argumentationspunkte, künstliche Verstärkung und geskriptetes Engagement – alles darauf ausgelegt, wie ein natürlicher öffentlicher Diskurs auszusehen. Der Begriff wurde von Meta (Facebook) in seinen Transparenzberichten zu Einflussoperationen popularisiert.

Beispiele

Während einer Wahl überfluten 500 Social-Media-Accounts – die in derselben Woche erstellt wurden, zu denselben Zeiten posten, dieselben Memes mit identischen Bildunterschriften teilen – gleichzeitig lokale Community-Gruppen mit Nachrichten über den angeblichen Skandal eines Kandidaten. Die Accounts haben von KI generierte Profilfotos, posten keine persönlichen Inhalte und engagieren sich nur zu politischen Themen, bevor sie nach dem Wahltag stillgelegt werden.

Nach der Veröffentlichung eines kritischen Zeitungsartikels über ein Pharmaunternehmen beginnen innerhalb von Stunden Dutzende Twitter-Accounts – alle erst wenige Tage alt, alle mit generischen Profilbildern – den Journalisten mit identischen Formulierungen wie 'bezahlter Lobbyist der Konkurrenz' zu bezeichnen und den Artikel als 'Fake News' zu markieren, bis er im Trending-Algorithmus nach unten verdrängt wird.

Vor einer Kommunalwahl erscheinen in mehreren Facebook-Gruppen derselben Stadt gleichzeitig Posts, die ein und dasselbe Foto eines angeblichen Schlaglochs zeigen und die amtierende Bürgermeisterin dafür verantwortlich machen. Die Accounts haben unterschiedliche Namen, aber dieselben Posting-Zeiten, dieselbe Bildquelle und nahezu identische Kommentartexte – ein Zeichen für eine zentral koordinierte Desinformationskampagne.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Verstärken mehrere Accounts dieselbe Botschaft in einem verdächtig synchronisierten Muster?

    Typ: binary
  2. 2

    Zeigen die beteiligten Accounts Anzeichen von Inauthentizität (neue Accounts, keine persönliche Historie)?

    Typ: binary
  3. 3

    Wird der koordinierte Charakter der Aktivität hinter dem Anschein von Unabhängigkeit verborgen?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.