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Repräsentativitätsheuristik (Representativeness Heuristic)

Auch bekannt als: Representativeness bias
Cognitive Bias ID: representativeness_heuristic

Definition

Die Tendenz, die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses danach zu beurteilen, wie ähnlich es einem Prototyp oder Stereotyp ist, und nicht anhand der tatsächlichen statistischen Wahrscheinlichkeit. Menschen ersetzen die Frage 'Wie wahrscheinlich ist das?' durch 'Wie ähnlich ist das meinem mentalen Modell?' Diese Heuristik ist effizient, führt aber zu systematischen Fehlern, wenn Ähnlichkeit und Wahrscheinlichkeit auseinanderklaffen.

Beispiele

Eine Person, die als 'ruhig, organisiert und detailorientiert' beschrieben wird, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit für einen Bibliothekar als für einen Verkäufer gehalten, obwohl es weitaus mehr Verkäufer als Bibliothekare gibt. Die Beschreibung entspricht dem Klischee des Bibliothekars und setzt die Informationen über die Basisrate außer Kraft.

Ein Personalverantwortlicher liest den Lebenslauf eines Bewerbers, der Kampfsport betreibt und kurze, direkte Sätze schreibt. Obwohl der Mann sich auf eine Stelle als Buchhalter bewirbt, zweifelt der Personalverantwortliche an seiner Eignung, weil er nicht dem typischen Bild eines ruhigen, zahlenorientierten Buchhalters entspricht.

Auf Social Media kursiert ein Foto einer jungen Frau mit bunten Haaren und auffälligen Tattoos, die als Ärztin vorgestellt wird. Viele Kommentatoren zweifeln daran oder zeigen sich überrascht – weil ihr Äußeres nicht dem gängigen Stereotyp einer Medizinerin entspricht, obwohl Aussehen keinerlei Zusammenhang mit beruflicher Qualifikation hat.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wird Wahrscheinlichkeit nach Ähnlichkeit mit einem Stereotyp anstatt nach Daten beurteilt?

    Typ: binary
  2. 2

    Werden Basisraten zugunsten der Typizität ignoriert?

    Typ: binary
  3. 3

    Würde sich das Urteil ändern, wenn die Bewertung auf Statistiken statt auf Ähnlichkeit basierte?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext