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blog.category.aspects 30. März 2026 1 Min. Lesezeit

Fehlschluss des Konsequens (Fallacy of the Consequent) — Wenn Logik sich verkleidet

Eine breite Kategorie formaler Fehlschlüsse, die eine falsche Argumentation über das Konsequens einer bedingten Aussage beinhalten. Sie umfasst sowohl die Bejahung des Konsequens als auch verwandte Fehler, bei denen die logische Rolle des Konsequens falsch gehandhabt wird.

Auch bekannt als: Consequent Fallacy

Wie es funktioniert

Dass das Konsequens wahr ist, fühlt sich wie Evidenz für das Antezedens an, weil wir im Alltag oft informell von Wirkungen auf Ursachen rückschließen.

Ein klassisches Beispiel

Wenn eine Person ein Genie ist, hat sie den Test bestanden. Jan hat den Test bestanden. Deshalb ist Jan ein Genie.

Wo man das in der Praxis findet

Diagnosefehler in der Medizin und bei der IT-Fehlerbehebung, wo das Vorhandensein eines Symptoms als Beweis für eine bestimmte Ursache behandelt wird.

Wie man es erkennt und kontert

Unterscheide zwischen hinreichenden und notwendigen Bedingungen. Das Antezedens ist hinreichend für das Konsequens, aber ein wahres Konsequens belegt nicht das Antezedens.

Das Fazit

Fehlschluss des Konsequens (Fallacy of the Consequent) gehört zu den Denkfehlern, die auf den ersten Blick völlig logisch klingen. Genau das macht sie gefährlich — sie tragen das Kostüm valider Argumentation, während sie eine fehlerhafte Schlussfolgerung einschmuggeln. Die beste Verteidigung? Langsamer werden und fragen: Folgt diese Schlussfolgerung tatsächlich aus diesen Prämissen?

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