Apps
EN — EnglishLogin

🧪 Diese Plattform befindet sich in der Beta-Phase. Funktionen können sich ändern und es können Fehler auftreten. Danke für dein Feedback!

Sunk-Cost-Argument (Argument from Sunk Cost)

Auch bekannt als: Sunk-Cost-Fehlschluss (als Argument) Concorde-Fehlschluss-Argument Eskalation des Commitments sunk cost fallacy (as argument) escalation of commitment
Argumentation Scheme ID: argument_from_sunk_cost

Definition

Das Sunk-Cost-Argument drängt darauf, einen Handlungskurs primär wegen der bereits investierten, unwiederbringlichen Ressourcen fortzusetzen, anstatt auf Basis der zukünftigen Kosten und Vorteile des Weitermachens gegenüber dem Aufhören zu entscheiden. Dieses Schema ist eng mit dem Argument aus Verschwendung verwandt, konzentriert sich aber spezifisch auf die psychologische Schwierigkeit, vergangene Investitionen abzuschreiben. Aus der Sicht rationaler Entscheidungsfindung ist es fast immer ein Fehlschluss, da versunkene Kosten für zukunftsorientierte Entscheidungen irrelevant sein sollten.

Beispiele

Ich habe bereits vier Jahre und 200.000 Euro in dieses Jurastudium investiert. Auch wenn ich gemerkt habe, dass ich den Anwaltsberuf hasse, sollte ich den Abschluss machen und zumindest ein paar Jahre praktizieren. Sonst wären all die Zeit und das Geld umsonst gewesen.

Ein Startup hat bereits 18 Monate und das gesamte Startkapital in die Entwicklung einer App investiert, obwohl Marktanalysen zeigen, dass kaum Nachfrage besteht. Die Gründer beschließen dennoch: 'Wir können jetzt nicht aufhören – wir haben zu viel reingesteckt.' Dabei wäre es rational, die verbleibenden Ressourcen in ein erfolgversprechenderes Projekt umzuleiten.

Eine Politikerin verteidigt ein milliardenschweres Infrastrukturprojekt, das massive Kostenüberschreitungen und technische Probleme aufweist, mit den Worten: 'Wir haben bereits drei Milliarden Euro ausgegeben – jetzt können wir nicht mehr zurück.' Die bereits versunkenen Kosten sind jedoch kein Argument dafür, weitere Milliarden in ein gescheitertes Projekt zu investieren.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wird eine vergangene Investition als Grund angeführt, einen Kurs beizubehalten?

    Typ: binary
  2. 2

    Wäre die Entscheidung dieselbe, wenn keine vorherige Investition getätigt worden wäre?

    Typ: binary
  3. 3

    Werden zukünftige Kosten und Nutzen unabhängig von den versunkenen Kosten korrekt bewertet?

    Typ: binary
  4. 4

    Beeinflusst eine emotionale Bindung an die Investition das Denken?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext