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Korrelations-Kausalitäts-Trugschluss

Auch bekannt als: Cum hoc ergo propter hoc Illusorische Kausalität
Aspect ID: correlation_causation_fallacy

Definition

Der Korrelations-Kausalitäts-Trugschluss ist der Fehler, aus einer statistischen Korrelation auf eine kausale Beziehung zu schließen. Eine Korrelation kann durch direkte Kausalität, umgekehrte Kausalität, Konfundierung oder Zufall entstehen.

Beispiele

Städte mit mehr Krankenhäusern haben höhere Sterblichkeitsraten. Verursachen Krankenhäuser den Tod? Nein — mehr Krankenhäuser werden in Städten mit mehr kranken Menschen gebaut. Der Kausalitätspfeil verläuft von der Krankheitslast zum Krankenhausbau, während der Tod aus der Krankheit folgt.

Eine Analyse sozialer Medien zeigt: Menschen, die häufig Fotos von gesundem Essen posten, sind im Schnitt schlanker. Daraus wird geschlossen, das Posten von Salatfotos mache schlank – dabei sind beide Variablen wahrscheinlich auf einen gemeinsamen Faktor zurückzuführen: ein generell gesundheitsbewusstes Verhalten.

Statistiken zeigen, dass Länder mit höherem Schokoladenkonsum pro Kopf mehr Nobelpreisträger hervorgebracht haben. Eine Boulevardzeitung titelt: 'Schokolade macht schlau!' – ignoriert dabei jedoch, dass beide Variablen mit dem allgemeinen Wohlstand eines Landes zusammenhängen, der sowohl den Konsum von Luxusgütern als auch Investitionen in Bildung und Forschung ermöglicht.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wird aus einer beobachteten Korrelation ohne zusätzliche Belege auf eine kausale Beziehung geschlossen?

    Typ: binary
  2. 2

    Wurden plausible Confounder in der Analyse kontrolliert?

    Typ: binary
  3. 3

    Wird umgekehrte Kausalität (der Effekt verursacht die Exposition) ausgeschlossen?

    Typ: binary
  4. 4

    Ist ein plausibler biologischer, sozialer oder mechanischer Mechanismus identifiziert und getestet?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.