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Post Hoc Ergo Propter Hoc

Auch bekannt als: Post Hoc Ergo Propter Hoc After Therefore Because False Cause (Temporal Variant)
Informal Fallacy ID: post_hoc

Definition

Post hoc ergo propter hoc ('danach, also deswegen') ist der spezifische Fehlschluss der Schlussfolgerung, dass das erste Ereignis das zweite verursacht hat, weil ein Ereignis dem anderen vorausging. Während eine zeitliche Abfolge eine notwendige Bedingung für Kausalität ist, reicht sie nicht aus. Viele Ereignisse, die anderen folgen, sind zufällig, werden durch Störfaktoren verursacht oder sind Teil eines umfassenderen Musters, das nicht mit dem vorhergehenden Ereignis zusammenhängt.

Beispiele

"Ich habe meine Glückssocken getragen und wir haben das Spiel gewonnen. Meine Socken haben dazu geführt, dass wir gewinnen!" oder ernsthafter: "Die Kriminalitätsraten sanken, nachdem wir Überwachungskameras in der Hauptstraße installiert hatten, was beweist, dass die Kameras die Kriminalität reduziert haben." (Saisonale Trends, wirtschaftliche Veränderungen und andere Interventionen werden ignoriert.)

Ein Nutzer twittert: 'Seit die neue Bürgermeisterin im Amt ist, haben wir zwei Überschwemmungen erlebt. Unter ihrem Vorgänger gab es keine einzige – sie muss irgendetwas falsch machen!' Die Überschwemmungen wurden durch extreme Wetterereignisse verursacht, die nichts mit der Amtsführung zu tun haben.

Eine Mutter erzählt: 'Ich habe meiner Tochter Kamillentee gegeben, und am nächsten Tag war ihre Erkältung weg. Seitdem schwöre ich auf Kamillentee gegen Erkältungen!' Sie übersieht, dass Erkältungen typischerweise nach einigen Tagen von selbst abklingen.

Formales Logikmuster
FOL-Muster
Die prädikatenlogische Formel, die die logische Struktur dieses Argumentationsmusters darstellt.
FOL (First-Order Logic, Prädikatenlogik) verwendet Quantoren (∀ = für alle, ∃ = es existiert), Verknüpfungen (∧ = und, ∨ = oder, ⇒ = impliziert, ¬ = nicht) und Prädikate, um die Form eines Argumentationsmusters zu erfassen.

Before(A, B) -> Cause(A, B)
Formale Verifizierung:
Formale Verifizierung
Prüft mithilfe eines automatischen Theorembeweisers, ob ein Argumentationsmuster logisch gültig oder ungültig ist.
Die formale Verifizierung nutzt einen SMT-Solver (Z3), um die logische Struktur eines Arguments mathematisch zu prüfen. Jedes Muster wird in Prädikatenlogik übersetzt und getestet: Können die Prämissen wahr sein, während die Schlussfolgerung falsch ist? Wenn ja: formal ungültig. Wenn nein: formal gültig. Viele reale Muster sind als nicht formal entscheidbar markiert — das heißt nicht, dass sie falsch sind.
Nicht formal entscheidbar

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wird Kausalität ausschließlich aus der zeitlichen Abfolge abgeleitet?

    Typ: binary
  2. 2

    Fand Ereignis A vor Ereignis B statt?

    Typ: binary
  3. 3

    Gibt es unabhängige Evidenz für einen kausalen Mechanismus, der A und B verbindet?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext