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darvo
DARVO (Deny, Attack, Reverse Victim and Offender – Leugnen, Angreifen, Opfer und Täter vertauschen) ist eine dreistufige Diskurs-Manipulationsstrategie, die von Tätern angewandt wird, wenn sie mit ihrem schädlichen Verhalten konfrontiert werden. Erstens leugnen sie das Verhalten. Zweitens greifen sie die Glaubwürdigkeit, den Charakter oder die Motive des Beschuldigers an. Drittens vertauschen sie die Rollen und positionieren sich selbst als das wahre Opfer und den Beschuldiger als den Aggressor. Diese Sequenz soll das Gespräch von der ursprünglichen Tat ablenken.
Konfrontiert mit Vorwürfen über Mobbing am Arbeitsplatz, antwortet ein Manager: „Ich habe nie jemanden gemobbt (Deny). Sie sind derjenige, der ein feindseliges Umfeld schafft, indem Sie diese falschen Anschuldigungen erheben (Attack). Ich bin hier eigentlich das Opfer, das einer Rufmordkampagne von unzufriedenen Mitarbeitern ausgesetzt ist, die mit konstruktivem Feedback nicht umgehen können (Reverse Victim and Offender).“
Ein Politiker, der wegen Korruptionsvorwürfen befragt wird, erklärt in einer Pressekonferenz: Ich habe niemals Gelder veruntreut (Deny). Diese haltlosen Anschuldigungen sind ein gezielter Angriff auf meine Integrität und zeigen, wie tief meine politischen Gegner gesunken sind (Attack). In Wahrheit bin ich derjenige, der hier verfolgt wird – ich bin das eigentliche Opfer einer schmutzigen Kampagne, die unsere Demokratie untergräbt (Reverse Victim and Offender).
In einer Social-Media-Diskussion wird eine Nutzerin darauf hingewiesen, dass sie wiederholt diskriminierende Kommentare gepostet hat. Sie antwortet: Ich habe absolut nichts Diskriminierendes geschrieben (Deny). Du bist es, der hier Hass verbreitet, indem du mich so angreifst und mir Dinge unterstellst (Attack). Ich werde hier systematisch gemobbt und zum Schweigen gebracht – ich bin das Opfer dieser Cancel-Culture (Reverse Victim and Offender).
Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:
Streitet der Beschuldigte das Verhalten zunächst trotz gegenteiliger Belege ab?
Typ: binaryGreift der Beschuldigte anschließend die Glaubwürdigkeit oder die Motive des Beschuldigers an?
Typ: binaryStellt sich der Beschuldigte selbst als das Opfer in der Situation dar?
Typ: binaryWird dieses Muster als koordinierte Reaktion eingesetzt, um sich der Verantwortung zu entziehen?
Typ: binaryDARVO (Deny, Attack, Reverse Victim and Offender – Leugnen, Angreifen, Opfer und Täter vertauschen) ist eine dreistufige Diskurs-Manipulationsstrategie, die von Tätern angewandt wird, wenn sie mit ihrem schädlichen Verhalten konfrontiert werden. Erstens leugnen sie das Verhalten. Zweitens greifen sie die Glaubwürdigkeit, den Charakter oder die Motive des Beschuldigers an. Drittens vertauschen sie die Rollen und positionieren sich selbst als das wahre Opfer und den Beschuldiger als den Aggressor. Diese Sequenz soll das Gespräch von der ursprünglichen Tat ablenken.
DARVO überwältigt den Beschuldiger mit einer Reaktion an mehreren Fronten, die die ursprüngliche Beschwerde entgleisen lässt. Die Umkehrung ist besonders effektiv, weil sie den Gerechtigkeitssinn des Publikums aktiviert: Man muss nun zwei konkurrierende Opfer-Behauptungen abwägen, was Zweifel an der ursprünglichen Anschuldigung sät.
Benenne das DARVO-Muster explizit, wenn du es siehst. Lenke das Gespräch zurück auf das ursprüngliche Problem und die spezifischen Beweise. Bewerte jedes Element separat: Hält die Leugnung stand? Ist der Angriff auf den Beschuldiger relevant oder nur Ablenkung? Gibt es Beweise für die vertauschten Rollen?
DARVO wurde von der Psychologin Jennifer Freyd identifiziert und ist in Fällen von häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung, Vertuschungen institutionellen Missbrauchs und politischen Skandalen dokumentiert.
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