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Selbstselektionsbias

Auch bekannt als: Volunteer Bias Self-Selection Effect Freiwilligenbias
Statistical Error ID: self_selection_bias

Definition

Selbstselektionsbias tritt auf, wenn Personen selbst entscheiden, ob sie an einer Studie, einem Programm oder einer Behandlung teilnehmen, und diese Entscheidung mit dem gemessenen Ergebnis korreliert. Da die Teilnahme freiwillig ist, unterscheidet sich die resultierende Stichprobe systematisch von der Zielpopulation in einer Weise, die Schlussfolgerungen über Ursache und Wirkung verzerrt.

Beispiele

Ein Online-Kurs meldet eine Abschlussquote von 90 % und signifikante Lernzuwächse. Allerdings haben sich von vornherein nur hochmotivierte Lernende eingeschrieben. Die scheinbare Wirksamkeit des Kurses spiegelt die Motivation der selbstselektierten Teilnehmenden wider, nicht die Qualität des Unterrichts.

Ein Fitnessstudio bewirbt seine neue App mit dem Hinweis, dass Nutzer im Schnitt 8 kg in drei Monaten abnehmen. Dabei melden sich für das Programm fast ausschließlich Personen an, die ohnehin bereits sport- und ernährungsbewusst leben – der Effekt der App selbst bleibt unklar.

Eine Umfrage eines Stadtrats zur Zufriedenheit mit dem öffentlichen Nahverkehr wird über die offizielle Website veröffentlicht. Hauptsächlich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit starken Meinungen – sowohl sehr zufriedene als auch sehr unzufriedene – nehmen teil, sodass das Ergebnis die allgemeine Bevölkerungsmeinung kaum widerspiegelt.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Haben die Teilnehmenden freiwillig an der Studie oder dem Programm teilgenommen?

    Typ: binary
  2. 2

    Könnten sich Teilnehmende systematisch von Nicht-Teilnehmenden unterscheiden?

    Typ: binary
  3. 3

    Korreliert das Studienergebnis wahrscheinlich mit der Motivation oder den Merkmalen, die zur Teilnahme geführt haben?

    Typ: binary
  4. 4

    Werden die Ergebnisse auf eine breitere Population verallgemeinert, ohne den selbstselektiven Charakter der Stichprobe zu berücksichtigen?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext