Apps
EN — EnglishLogin

🧪 Diese Plattform befindet sich in der Beta-Phase. Funktionen können sich ändern und es können Fehler auftreten. Danke für dein Feedback!

Argument von der Korrelation zur Ursache (Argument from Correlation to Cause)

Auch bekannt als: Korrelation-Kausalität-Fehlschluss cum hoc ergo propter hoc Korrelationsargument correlation-causation fallacy correlational argument
Argumentation Scheme ID: argument_from_correlation_to_cause

Definition

Das Argument von der Korrelation zur Ursache folgert, dass, weil zwei Phänomene korrelieren (sie treten gemeinsam auf), eines das andere verursachen muss. Dies ist ein anfechtbares Argumentationsschema, das vernünftig sein kann, wenn es durch einen plausiblen Mechanismus, zeitliche Priorität und Dosis-Wirkungs-Beziehungen gestützt wird; es wird jedoch zum Fehlschluss, wenn Korrelation allein als ausreichender Beweis für Kausalität behandelt wird. Klassische Störfaktoren sind umgekehrte Kausalität, gemeinsame Ursachen und reiner Zufall.

Beispiele

Länder mit einem höheren Schokoladenkonsum pro Kopf haben mehr Nobelpreisträger. Daher muss der Verzehr von Schokolade die kognitive Funktion und die wissenschaftliche Leistung steigern. Dies ignoriert, dass sowohl der Schokoladenkonsum als auch die Nobelpreise mit dem nationalen Wohlstand und den Forschungsausgaben korrelieren.

In Städten mit mehr Eisdielen steigen die Ertrinkungsunfälle. Eine Boulevardzeitung titelt daraus: 'Eisessen erhöht Ertrinkungsgefahr – Experten warnen!' Dabei wird ignoriert, dass beide Phänomene gemeinsam im Sommer auftreten und die Hitze die eigentliche Ursache ist.

Eine Studie zeigt, dass Menschen, die regelmäßig Rotwein trinken, seltener an Herzerkrankungen leiden. Daraufhin empfiehlt ein Influencer: 'Trinkt täglich ein Glas Rotwein – es schützt euer Herz!' Dabei könnte es sein, dass Rotweinkonsum mit einem insgesamt gesünderen Lebensstil oder höherem Wohlstand zusammenhängt, der die eigentliche schützende Variable darstellt.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wird eine Kausalbehauptung primär aus einer Korrelation abgeleitet?

    Typ: binary
  2. 2

    Wurden Störvariablen (Confounder) berücksichtigt oder kontrolliert?

    Typ: binary
  3. 3

    Wurde die zeitliche Abfolge (Ursache vor Wirkung) zweifelsfrei festgestellt?

    Typ: binary
  4. 4

    Könnte die Korrelation zufällig sein oder durch einen dritten Faktor erklärt werden?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext