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Ellsberg-Paradoxon

Auch bekannt als: Ambiguitätsaversion Knightsche Unsicherheitsaversion
Aspect ID: ellsberg_paradox

Definition

Das Ellsberg-Paradoxon zeigt, dass Menschen systematisch Wetten mit bekannten Wahrscheinlichkeiten gegenüber Wetten mit unbekannten Wahrscheinlichkeiten bevorzugen (Ambiguitätsaversion), selbst bei identischen Erwartungswerten. Ambiguitätsaversion ist von Risikoaversion zu unterscheiden: Es handelt sich um eine Präferenz für bekanntes gegenüber unbekanntem Risiko.

Beispiele

Eine Urne enthält 30 rote und 60 Kugeln, die entweder schwarz oder gelb sind, in unbekanntem Verhältnis. Die meisten bevorzugen es, auf Rot (bekannte Wahrscheinlichkeit 1/3) zu wetten statt auf Schwarz (unbekannte Wahrscheinlichkeit) — ein Muster, das mit keiner subjektiven Wahrscheinlichkeitszuweisung vereinbar ist.

Ein Investor wählt lieber eine Staatsanleihe mit bekannten 3% Rendite als einen Emerging-Market-Fonds mit unbekannter, aber möglicherweise höherer Rendite – selbst wenn Experten die erwartete Rendite des Fonds auf 5% schätzen, meidet er die Ungewissheit über die genaue Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Bei einer Quizshow kann ein Kandidat entweder auf eine Frage aus seinem Lieblingsthema mit geschätzter 60% Erfolgswahrscheinlichkeit antworten oder eine Zufallsfrage aus einem unbekannten Themengebiet wählen. Fast alle wählen das bekannte Thema – obwohl die Zufallsfrage statistisch gleichwertig oder besser sein könnte.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Beinhaltet die Entscheidung Optionen mit bekannten gegenüber unbekannten Wahrscheinlichkeitsverteilungen?

    Typ: binary
  2. 2

    Zeigt die Person eine konsistente Präferenz für Wetten auf bekannte Wahrscheinlichkeiten gegenüber unbekannten, selbst bei gleichem Erwartungswert?

    Typ: binary
  3. 3

    Kann die Präferenz allein durch Risikoaversion erklärt werden, oder erfordert sie Ambiguitätsaversion?

    Typ: binary
  4. 4

    Wird subjektive Erwartungsnutzentheorie angewendet, ohne Knightscher Unsicherheit Rechnung zu tragen?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.