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Quaternio Terminorum (Fallacy of Four Terms)

Auch bekannt als: Quaternio Terminorum Four-Term Fallacy Ambiguous Middle Term Vier-Begriffe-Fehlschluss
Formal Fallacy ID: fallacy_of_four_terms

Definition

Der Quaternio Terminorum (Fehlschluss der vier Begriffe) tritt in einem Syllogismus auf, wenn ein mehrdeutiger Mittelbegriff mit zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet wird, wodurch effektiv ein vierter Begriff eingeführt wird, der als der dritte getarnt ist. Ein gültiger Syllogismus erfordert genau drei Begriffe, die jeweils konsistent verwendet werden. Wenn sich die Bedeutung des Mittelbegriffs ändert, bricht die logische Verbindung zwischen den Prämissen, was die Konklusion trotz des Anscheins einer korrekten syllogistischen Form ungültig macht.

Beispiele

"Alle Bänke stehen in Parks. Die Sparkasse ist eine Bank. Deshalb steht die Sparkasse in einem Park." (Das Wort 'Bank' meint in der ersten Prämisse eine Sitzgelegenheit und in der zweiten ein Finanzinstitut.)

Alle Schlüssel öffnen Türen. Der Schlüssel zum Erfolg ist harte Arbeit. Also öffnet harte Arbeit Türen. (Das Wort 'Schlüssel' bedeutet in der ersten Prämisse ein physisches Werkzeug und in der zweiten eine metaphorische Bezeichnung für einen Erfolgsfaktor.)

Alles, was scharf ist, kann schneiden. Diese Kritik ist scharf. Also kann diese Kritik schneiden. (Das Wort 'scharf' bezeichnet in der ersten Prämisse eine physische Eigenschaft einer Klinge und in der zweiten eine rhetorische Qualität einer Aussage.)

Formales Logikmuster
FOL-Muster
Die prädikatenlogische Formel, die die logische Struktur dieses Argumentationsmusters darstellt.
FOL (First-Order Logic, Prädikatenlogik) verwendet Quantoren (∀ = für alle, ∃ = es existiert), Verknüpfungen (∧ = und, ∨ = oder, ⇒ = impliziert, ¬ = nicht) und Prädikate, um die Form eines Argumentationsmusters zu erfassen.

All A are B; All C are D; therefore All A are D [where B and C appear same but differ]
Formale Verifizierung:
Formale Verifizierung
Prüft mithilfe eines automatischen Theorembeweisers, ob ein Argumentationsmuster logisch gültig oder ungültig ist.
Die formale Verifizierung nutzt einen SMT-Solver (Z3), um die logische Struktur eines Arguments mathematisch zu prüfen. Jedes Muster wird in Prädikatenlogik übersetzt und getestet: Können die Prämissen wahr sein, während die Schlussfolgerung falsch ist? Wenn ja: formal ungültig. Wenn nein: formal gültig. Viele reale Muster sind als nicht formal entscheidbar markiert — das heißt nicht, dass sie falsch sind.
Nicht formal entscheidbar

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Enthält der Syllogismus genau drei unterschiedliche Begriffe?

    Typ: binary
  2. 2

    Wird ein Begriff in den Prämissen mit zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet?

    Typ: binary
  3. 3

    Hat der Mittelbegriff in beiden Prämissen eine konsistente Definition?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext