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Verschieben der Torpfosten (Moving the Goalposts)

Auch bekannt als: Raising the Bar Shifting Standards Impossible Expectations
Manipulation & Propaganda ID: moving_the_goalposts

Definition

Das Verschieben der Torpfosten ist eine Technik, bei der jemand kontinuierlich die Kriterien für einen Beweis oder Erfolg ändert, nachdem die ursprünglichen Kriterien erfüllt wurden. Wenn Evidenz präsentiert wird, die die anfängliche Forderung befriedigt, stellt die Person neue Anforderungen auf und stellt sicher, dass niemals irgendeine Menge an Evidenz ausreichend sein kann. Dies schafft ein manipuliertes Spiel, bei dem der Skeptiker so tut, als würde er vernünftige Fragen stellen, während er eine echte Lösung unmöglich macht. While primarily a manipulation tactic, this pattern also functions as a logical fallacy (D1) when it undermines the logical structure of an argument by retroactively changing the criteria for proof.

Beispiele

Skeptiker: 'Zeig mir eine Peer-Review-Studie, die diese Behauptung stützt.' Nach Erhalt einer: 'Eine Studie ist nicht genug – zeig mir eine Metaanalyse.' Nach Erhalt einer Metaanalyse: 'Diese Metaanalyse hat keine Studien aus den letzten zwei Jahren einbezogen.' Nach aktualisierter Analyse: 'Nun, die Methodik dieser Studien ist fragwürdig.' Die Kriterien ändern sich endlos weiter.

Ein Mitarbeiter erfüllt alle geforderten Kriterien für eine Beförderung, die sein Chef zuvor klar definiert hatte. Nun sagt der Chef: 'Ja, aber ich erwarte von einer Führungskraft auch internationale Projekterfahrung.' Als der Mitarbeiter sechs Monate später auch das vorweisen kann, heißt es: 'Eigentlich solltest du in so einer Position auch fließend Spanisch sprechen.'

Ein Politiker verspricht, seinen Kurs zu ändern, wenn die Arbeitslosenquote unter fünf Prozent sinkt. Als sie auf 4,8 Prozent fällt, erklärt er: 'Die reine Quote sagt nichts aus – wir müssen auf die Langzeitarbeitslosigkeit schauen.' Als auch diese sinkt: 'Entscheidend ist jetzt die Jugendarbeitslosigkeit, und da haben wir noch viel zu tun.'

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wurden ursprünglich spezifische Bedingungen oder Evidenz zur Untermauerung einer Behauptung verlangt?

    Typ: binary
  2. 2

    Wurden nach Erfüllung dieser Bedingungen neue oder andere Bedingungen eingeführt?

    Typ: binary
  3. 3

    Deutet das Muster sich verschiebender Kriterien eher auf Bösgläubigkeit als auf echtes Interesse hin?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.