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Optimismusbias (Optimism Bias)

Auch bekannt als: Unrealistic Optimism Comparative Optimism
Discourse Mechanics ID: optimism_bias

Definition

Die Tendenz, die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten positiver Ereignisse zu überschätzen und die Wahrscheinlichkeit negativer Ereignisse für die eigene Person zu unterschätzen. Während das allgemeine Risikobewusstsein korrekt sein mag, ist die persönliche Risikobewertung systematisch in Richtung optimistischer Ergebnisse verzerrt.

Beispiele

Ein Raucher, der zwar anerkennt, dass Rauchen Krebs verursacht, aber glaubt, dass er persönlich seltener daran erkrankt als andere Raucher.

Kurz vor dem Start eines neuen Restaurants kalkuliert der Gründer trotz Branchenstatistiken, die zeigen, dass über 60 % aller Restaurants im ersten Jahr schließen, fest damit, im ersten Monat profitabel zu sein – 'weil unser Konzept wirklich einzigartig ist'.

Vor einer langen Autofahrt denkt ein Fahrer: 'Ich bin müde, aber mir wird schon nichts passieren – ich kenne die Strecke gut.' Er ignoriert dabei, dass Übermüdung eine der häufigsten Unfallursachen ist.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Wird eine Vorhersage oder Einschätzung über zukünftige Ergebnisse getroffen?

    Typ: binary
  2. 2

    Überschätzt die Einschätzung systematisch die Wahrscheinlichkeit positiver Ergebnisse?

    Typ: binary
  3. 3

    Unterschätzt sie die Wahrscheinlichkeit oder Schwere negativer Ergebnisse?

    Typ: binary
  4. 4

    Wird Basisraten-Evidenz über typische Ergebnisse ignoriert?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Verwandte Aspekte

← related to
Wunschdenken (Wishful Thinking)

Wishful thinking is a cognitive bias in which the desirability of a belief influences the assessment of its truth. People believe things because they want them to be true, not because evidence supports them. This bias operates at the interface of emotion and cognition: desires distort probability assessment, evidence evaluation, and information seeking. It is related to but distinct from optimism bias — wishful thinking specifically involves the causal influence of desire on belief formation, not merely a general positive outlook.

← related to
Ankunfts-Fehlschluss (Arrival Fallacy)

The arrival fallacy, a term coined by positive psychologist Tal Ben-Shahar, is the cognitive bias of believing that reaching a particular goal, milestone, or destination will bring lasting happiness and fulfilment. In reality, hedonic adaptation rapidly returns individuals to their baseline happiness after achieving goals. The fallacy leads people to perpetually defer satisfaction to a future achievement while undervaluing the present. It is closely related to the focusing effect, where people overestimate the impact of a single factor on their overall wellbeing.

← correlates with
Restraint Bias (Selbstkontroll-Überschätzung)

The tendency to overestimate one's ability to control impulsive behavior. People who believe they have strong self-control are more likely to expose themselves to temptation, paradoxically making them more likely to give in. Identified by Nordgren, van Harreveld, & van der Pligt (2009).

Hierarchischer Kontext