Apps
EN — EnglishLogin

🧪 Diese Plattform befindet sich in der Beta-Phase. Funktionen können sich ändern und es können Fehler auftreten. Danke für dein Feedback!

Wunschdenken (Wishful Thinking)

Auch bekannt als: Wunschbasiertes Denken Motivierte Überzeugung
Cognitive Bias ID: wishful_thinking

Definition

Wunschdenken ist eine kognitive Verzerrung, bei der die Wünschbarkeit einer Überzeugung die Einschätzung ihrer Wahrheit beeinflusst. Menschen glauben Dinge, weil sie wollen, dass sie wahr sind, nicht weil die Evidenz sie stützt. Diese Verzerrung wirkt an der Schnittstelle von Emotion und Kognition: Wünsche verzerren die Wahrscheinlichkeitseinschätzung, die Bewertung von Evidenz und die Informationssuche. Sie ist verwandt mit, aber verschieden vom Optimismus-Bias — Wunschdenken betrifft speziell den kausalen Einfluss des Wunsches auf die Überzeugungsbildung, nicht nur eine allgemein positive Grundhaltung.

Beispiele

"Die Biopsie wird bestimmt negativ sein — ich war immer gesund und ernähre mich gut. Es kann auf keinen Fall Krebs sein."

Ein Startup-Gründer ignoriert wiederholte Warnzeichen sinkender Nutzerzahlen und sagt zu seinen Investoren: 'Das ist nur eine vorübergehende Delle. Ich spüre es einfach — unser Produkt ist zu gut, um zu scheitern. Im nächsten Quartal explodieren die Zahlen garantiert.' Eine nüchterne Datenanalyse findet nicht statt.

Kurz vor der Wahl sagt eine Parteimitglied: 'Ich mache mir keine Sorgen um die schlechten Umfragewerte. Die Menschen lieben unsere Kandidatin wirklich — das sehe ich bei jedem Wahlkampfstand. Sie wird haushoch gewinnen.' Die konkreten Umfragedaten werden dabei konsequent ausgeblendet.

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Bildet oder hält die Person eine Überzeugung hauptsächlich deshalb aufrecht, weil sie angenehm oder tröstlich ist?

    Typ: binary
  2. 2

    Wird die Überzeugung trotz unzureichender oder gegenteiliger Evidenz aufrechterhalten?

    Typ: binary
  3. 3

    Würde die Person diese Überzeugung wahrscheinlich nicht vertreten, wenn sie emotional neutral oder unangenehm wäre?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext