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Zirkelschluss (Circular Reasoning)

Auch bekannt als: Begging the Question Petitio Principii Circular Logic Zirkelbeweis
Informal Fallacy 📰 Medienverzerrung ID: circular_reasoning

Definition

Ein Zirkelschluss liegt vor, wenn die Konklusion eines Arguments, explizit oder implizit, in einer seiner Prämissen vorausgesetzt wird. Anstatt unabhängige Unterstützung zu bieten, dreht sich das Argument um sich selbst, was es logisch gültig, aber epistemisch leer macht. Es kann schwierig zu erkennen sein, wenn der Kreis groß ist oder die Konklusion in den Prämissen umformuliert wird.

Beispiele

"Die Bibel ist das Wort Gottes, weil es so in der Bibel steht, und die Bibel ist vertrauenswürdig, weil sie das Wort Gottes ist."

Ein Manager erklärt: 'Unser Produkt ist das beste auf dem Markt, weil unsere Kunden es bevorzugen – und unsere Kunden bevorzugen es, weil es das beste Produkt auf dem Markt ist.'

In einer politischen Debatte sagt ein Kandidat: 'Meinen Aussagen kann man vertrauen, weil ich ein ehrlicher Mensch bin. Und dass ich ein ehrlicher Mensch bin, wissen Sie, weil ich es Ihnen sage – und ich lüge schließlich nicht.'

Formales Logikmuster
FOL-Muster
Die prädikatenlogische Formel, die die logische Struktur dieses Argumentationsmusters darstellt.
FOL (First-Order Logic, Prädikatenlogik) verwendet Quantoren (∀ = für alle, ∃ = es existiert), Verknüpfungen (∧ = und, ∨ = oder, ⇒ = impliziert, ¬ = nicht) und Prädikate, um die Form eines Argumentationsmusters zu erfassen.

A ⇒ B ⇒ A (circular)
Formale Verifizierung:
Formale Verifizierung
Prüft mithilfe eines automatischen Theorembeweisers, ob ein Argumentationsmuster logisch gültig oder ungültig ist.
Die formale Verifizierung nutzt einen SMT-Solver (Z3), um die logische Struktur eines Arguments mathematisch zu prüfen. Jedes Muster wird in Prädikatenlogik übersetzt und getestet: Können die Prämissen wahr sein, während die Schlussfolgerung falsch ist? Wenn ja: formal ungültig. Wenn nein: formal gültig. Viele reale Muster sind als nicht formal entscheidbar markiert — das heißt nicht, dass sie falsch sind.
Nicht formal entscheidbar

Prüfschritte
Prüfschritte
Binäre Ja/Nein-Fragen, die eine KI beantworten muss, um ein Argumentationsmuster in einem Text zu erkennen.
Jeder der 452 Aspekte hat Prüfschritte — einfache Ja/Nein-Fragen, die systematisch erkennen sollen, ob ein Muster in einem Text vorkommt. Für Ad Hominem: "Greift das Argument eine Person statt ihre Behauptung an?" Für falsche Dichotomie: "Werden nur zwei Optionen präsentiert, obwohl mehr existieren?"

Binäre (Ja/Nein) Fragen, die ein LLM beantworten muss, um diesen Aspekt zu identifizieren:

  1. 1

    Taucht die Konklusion (möglicherweise umformuliert) unter den Prämissen auf?

    Typ: binary
  2. 2

    Gibt es eine zirkuläre Kette, in der A B stützt und B A stützt?

    Typ: binary
  3. 3

    Kann irgendeine Prämisse unabhängig von der Konklusion verifiziert werden?

    Typ: binary
Vertiefung
Der aufklappbare Detailbereich auf jeder Aspekt-Seite mit Beispielen, Psychologie und Gegenstrategien.
Der Vertiefungsbereich bietet ausführliche Informationen zu jedem Aspekt: ein Praxisbeispiel, eine Erklärung warum es funktioniert, Tipps wie man entgegnet, alternative Bezeichnungen und Links zu verwandten Aspekten.

Hierarchischer Kontext